Kräuterviagra gegen das echte Viagra

 

Potenzmittel oder natürliche Mittel?

Die Zahl der Männer mit Potenzstörungen steigt Jahr für Jahr an, denn Potenzstörungen können viele Ursachen haben. Beruflicher und privater Stress, falsche Ernährung und ein ungesunder Lebensstil können neben der Einnahme von Medikamenten oder der Stoffwechselstörung Diabetes die Ursachen für die nachlassende Manneskraft sein. Im Alter kommen dazu noch neurologische Erkrankungen und Gefäßerkrankungen dazu. Ganz zu schweigen von der depressiven Verstimmung durch die Impotenz. Die Ursachen sollte ein Arzt abklären, bevor ein Mittel zur Steigung der Potenz eingenommen wird, denn Erektionsstörungen können Vorboten für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt sein. Potenzmittel sind aufgrund der möglichen Neben- und Wechselwirkungen rezeptpflichtig, währende pflanzliche Mittel ohne Rezept erhältlich sind. Pflanzliche Potenzmittel gelten als natürlich Alternative zu Potenzmitteln wie Viagra und Co mit ihren chemischen Wirkstoffen Tadalafil, Sildenafil, Vardenafil oder Avanafil. Können natürliche potenzsteigernde Mittel mit den chemisch hergestellten Mitteln mithalten?

 

Natürliche Mittel

  • Extrakte aus der Maca-Wurzel gelten seit jeher als potenzsteigernd. Sie können eine Alternative für jene sein, die chemische Potenzmittel nicht vertragen. Die Maca-Wurzel enthält Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink, Eiweiße, Vitamine und Kohlenhydrate. Wird der Maca-Extrakt regelmäßig eingenommen, erhöht sich der Testosteronspiegel im Körper. Der Körper bildet mehr Spermien und die sexuelle Leistungsfähigkeit kann steigend.
  • Ein anderer Wirkstoff, der bei einem Testosteronmangel helfen kann, ist der Wirkstoff des Yohimbimbaumes aus Afrika. Aus dessen Rinde wurde früher die Ursprungssubstanz für die PDE-5-Hemmer und damit für Viagra gewonnen. Heute ist der Yohimbaum aufgrund der Vielzahl der Potenzmittel fast in Vergessenheit geraten. Das Mittel aus der Rinde des Yohimbaumes ist bei Testosteronmangel als Gel zum Auftragen auf die Haut erhältlich. Es erweitert die Blutgefäße.
  • Der asiatische Ginseng soll nicht nur dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen und den Alterungsprozess verlangsamen, sondern auch die Potenz steigern. Das Naturmittel verbessert den Blutfluss und die Durchblutung. Gerade in den feinen Arterien am Penis könnte sich das in einer härteren Erektion zeigen.
  • Tribulus Terrestris, der Erd-Burzeldorn, wird im Sport als natürliches Anabolika genutzt. Ob die Pflanze aber wie ein Steroid auf die Muskeln wirkt, ist noch nicht bestätigt. Die Heilpflanze enthält Saponine und ätherische Öle.
  • Die Aminosäure L-Arginin wirkt auf die glatte Muskulatur der Schwellkörper. Wie die meisten pflanzlichen Mittel hat L-Arginin eine durchblutungsfördernde Wirkung.

 

Macht die Einnahme von pflanzlichen Mittel Sinn?

Um mit pflanzlichen Mitteln eine Erektionsstörung zu mindern, ist eine längerfristige und regelmäßige Einnahme von Wochen oder gar Monaten notwendig. Es besteht die Gefahr, die Mittel zu hoch zu dosieren. Zudem wirken pflanzliche Potenzmittel auch dann nicht so stark wie verschreibungspflichtige Potenzmittel. Sie sind nur eine sanfte Anregung. Für Allergiker ist bei pflanzlichen Mitteln zusätzlich Vorsicht geboten, denn sie könnten eine allergische Reaktion auslösen. Überhaupt keine Hilfe versprechen Produkte wie Stechapfel, Spanische Fliege, Muskat, Knoblauch, Ingwer oder Nelken. Dagegen gilt Safran seit der Antike als natürliches Mittel für sexuelle Stimulation.

 

Pflanzliche Kombinationsmittel

Das natürliche Potenzmittel Camagra ist dem Generikum Kamargra nachempfunden. Der Inhaltsstoff L-Arginin sorgt für einen erhöhten Blutfluss zu den Schwellkörpern. Zudem enthält das Mittel Maca- und Guarana Extrakte für mehr Durchhaltevermögen. Das Mittel Libidoforte richtet sich an Männer 50+. Das natürliche Potenzmittel enthält Extrakte aus der chinesischen Pflanze Suo Yang. Es soll für eine härtere Erektion und eine Steigerung der Libido sorgen. Das Mittel Prelox ist eine Kombination aus Taurin und Pyccnogenol. Beide Inhaltsstoffe sollen die Libido steigern.

 

Beste Potenzmittel bei Erektionsstörung

Chemische Inhaltsstoffe in Mitteln zur Beseitigung der Erektionsstörung arbeiten auf unterschiedlichen Gebieten. Bekannt und bestens bewährt hat sich der PDE-5-Hemmer Sildenafil, der einerseits die Entspannung der Muskeln blockiert und andererseits den Blutfluss zum Penis steigert. Ein anderer Wirkstoff ist Tadalafil. Dieser verzögert im Gehirn den Abbau des Botenstoffes GMP und das Blut bleibt länger in den Schwellkörpern des Penis. Ein dritter PDE-5-Hemmer mit gleicher Wirkungsweise ist Vardenafil. Der Wirkstoff Dapoexin zögert den Samenerguss hinaus. Chemische Potenzmittel unterscheiden sich, wann die Wirksamkeit einsetzt. Bei Sildenafil sind das 30 bis 60 Minuten, bis die Erektion am stabilsten ist. Tadalafil benötigt die doppelte Zeit. Es verbessert aber auch die Blutversorgung von Blase und Prostata und wirkt somit zusätzlich gegen eine Harnabflusstörung.

 

Das Generika Sildenafil

Seit das Patent für Viagra ausgelaufen ist, wurde der Wirkstoff Sildenafil kontinuierlich weiterentwickelt. Er ist besser verträglich geworden, als wie in der Originalversion Viagra, welches das allererste Potenzmittel auf dem Markt war. Sildenafil kommt in den meisten Generika und Potenzmitteln zum Einsatz, weil es am besten erforscht und erprobt ist. Alle Generika müssen ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Damit ist sichergestellt, dass der Wirkstoff auch enthalten ist. Weil nicht mehr so viele Gelder in die Forschung gesteckt werden müssen, sind Generika mit dem Wirkstoff Sildenafil günstiger. Der Markt für Sildenafil-Generika boomt.

 

Fazit

Nicht bei jedem Anwender wirken Potenzmittel gleich gut. Die Wirkung hängt immer von den körperlichen Voraussetzungen ab. Für schnelle Besserung verschreibt der Arzt häufig den Marktführer Sildenafil aufgrund der guten Erfahrungswerte. Für längerfristig angedachte Lösungen kann man auch ein pflanzliches Mittel ausprobieren.